14. Spieltag Herren 2011/12: SGE - VfL Elmstein

SGE - VfL Elmstein 9:0 (6:0)

Torschützen: Philipp Herrbruck (5), Peter Pottmeyer (2), Björn Wind, Marco Schwarz

Werbung für den Fußball

Am Sonntag, den 13.11.2011 stand ein weiteres Spitzenspiel der Kreisklasse Rhein-Mittelhaardt West auf dem Programm. Der Tabellenführer SG Edesheim empfing im Sportpark Modenbach den bis dato Tabellenzweiten VFL Elmstein. Die Partie wurde bei fast schon winterlichen Temperaturen, vor den Augen von knapp 150 Zuschauern, um 14:45 angepfiffen.

Ins Rennen um die Tabellenspitze schickte Trainer Holger Baum sein ihm vertrautes Personal. Einzig Kapitän Achim Schulz kehrte nach seiner verletzungsbedingten Pause gegen Diedesfeld an die Seite von Marco Schwarz zurück.  

Die Partie begann mit gleich mehreren Paukenschlägen. Von einem Traumstart zu sprechen grenzt fast schon an  Untertreibung. Es waren gerade einmal 15 Minuten gespielt, da hatte Stürmer Philipp Herrbruck bereits einen lupenreinen Hattrick erzielt und damit für eine Vorentscheidung gesorgt.

Die Entstehung der Tore war dabei sehr schön anzuschauen. Bereits der  erste Vortrag in die gegnerische Hälfte führte zum Torerfolg. Linksaußen Björn Wind legte am 16er Eck auf Herrbruck ab, der das Spielgerät mit einem sehenswerten Schlenzer ins Tor beförderte. 1:0 nach fünf gespielten Minuten.

Der Jubel war noch nicht verstummt, da stand es bereits 2:0 für die SGE. Den Torabschluss von Alex Hirsch konnte der Elmsteiner Abwehrverbund noch mit Mühe abblocken, jedoch stand Herrbruck genau richtig und lupfte den Ball über den Keeper hinweg in die Maschen. Gespielt waren knapp 10 Minuten!

Auch die dritte Offensivaktion der SGE-Truppe sollte von Erfolg gekrönt sein. Wiederum war es Herrbruck, der seinen Hattrick mit einem wuchtigen Kopfball vollenden konnte. So stand es nach 15 Minuten 3:0! Die Elmsteiner wussten gar nicht wie ihnen geschah, sie wurden regelrecht überrannt und in ihre Einzelteile zerlegt.

Nennenswerte Offensivaktionen der Elmsteiner waren im gesamten Spiel Mangelware. Der Abwehrverbund der SGE funktionierte, wie bereits in den letzten Spielen, tadellos. Die gesamte Truppe arbeitete mit nach Hinten und ließ den VFL nicht mal im Ansatz zur Entfaltung kommen. Die beiden 6er Schwarz und Schulz stopften alle Löcher, die Manndecker Seligmüller und Prenzel standen eng am Mann und gewannen nahezu jeden Zweikampf, Libero Strasser gab lautstarke Kommandos und hielt seine Mannen beisammen, Keeper Alex Herbst verlebte einen überraschend ruhigen Nachmittag.

Bevor der Pausenpfiff ertönte, legte die SGE drei weitere Treffer nach. Regisseur Pottmeyer konnte mit einem feinen Kofball gegen die Laufrichtung des Keepers auf 4:0 erhöhen. Im Prinzip jeder vorgetragene Angriff der SGE wurde mit einer wahnsinnigen Effizienz zum Torerfolg genutzt.

Den Treffer zum 5:0 steuerte Björn Wind bei, praktisch identisch seinem Treffer aus der Vorwoche gegen Diedesfeld. Wiederum im Mittelkreis hatte Wind die Kugel am Fuß, täuschte mit einem Übersteiger gleich drei Verteidiger und machte sich auf den Weg Richtung gegnerischem Gehäuse. Da an diesem Tag alles gelang, brachte er mit etwas Glück das Runde im Eckigen unter.

Das 6:0 erzielte wiederum Pottmeyer, der eine verunglückte Abwehraktion der Elmsteiner dankend annahm und die Murmel aus knapp 20 Metern einfach mal so in den Winkel hämmerte. Mit dem Pausenpfiff stand es tatsächlich 6:0 für die SGE gegen den Tabellenzweiten aus Elmstein.

Zurück auf dem grünen Rasen schaltet die SGE zwei Gänge zurück. Wobei man jederzeit in der Lage war das Tempo punktuell zu erhöhen und so in der Folge auch zu weiteren Treffer kam.

Mit seinen Treffern vier und fünf schraubte Herrbruck den Spielstand auf 8:0. Beide Treffer offenbarten seine Abschlussstärke und ließen dem Vfl-Keeper, egal ob mit Links oder Rechts, keinerlei Abwehrchance.

Den Schlusspunkt setzte der bärenstark spielende Marco Schwarz, der nach einem krachenden Freistoß an die Latte, den Abpraller mutterseelenallein in aller Ruhe einschieben konnte.

Es mag fast ein wenig Arrogant erscheinen, dass ich hier noch erwähne, dass mit einem verschossenen Elfmeter und zwei weiteren Lattentreffer das Ergebnis deutlich höher hätte ausfallen können, jedoch waren die Elmsteiner an diesem Tag einer SGE, die wie aus einem Guss spielte, nicht gewachsen.

Nach dem Abpfiff durch den hervorragenden Schiedsrichter Pirron, der noch zwei Spieler des VFL wegen wiederholten Foulspiels vom Platz stellen musste, spielten sich lange nicht mehr gesehene Szenen im Sportpark ab.

La Ola und nicht enden wollender Applaus von den euphorischen Zuschauern stehen symbolisch für die wachsende Begeisterung im Dorf. Gekrönt wurden die Feierlichkeiten von Dauerkartenbesitzer Jean Rehm, der seinen Gewinn aus dem beliebten Tippspiel, in Form von isotonischen Getränken, der Mannschaft zur Verfügung stellte. Werbung für den Fußball eben!

(Bericht: Dominik Braun)