17. Spieltag Herren 2011/12: SGE - FV 1921 Haßloch

SGE - FV 1921 Haßloch 1:2 (1:0)

Torschütze: Philipp Herrbruck

Bittere Niederlage

Zum letzten Heimspiel des Jahres standen sich die Mannschaften der SGE und des FV 21 Haßloch gegenüber. Dank des Dauerregens über das komplette Wochenende präsentierte sich der Rasenplatz nicht von seiner besten Seite. Ebenfalls konnte der sehr gute Zuschauerschnitt der vorangegangenen Partien leider nicht bestätigt werden, was man aufgrund der schlechten Witterung jedoch Keinem Übel nehmen durfte. Anpfiff des Spitzenspiels am Sonntag, den 4.12.2011 war um 14:30 Uhr.

Die Ausgangslage versprach eine spannende Partie, da beide Mannschaften punktgleich an der Tabellenspitze standen und zudem mit den Haßlochern das beste Auswärtsteam der Staffel zu Gast war.

An den Start gingen jene 11 Mannen, welche am Spieltag zuvor die knifflige Auswärtsaufgabe in Neidenfels souverän lösten. Coach Baum sah keine Veranlassung irgendeinen Wechsel vorzunehmen.

Von Anfang an entwickelte sich eine hart umkämpfte Partie, in welcher man beiden Teams anmerkte, dass sehr viel auf dem Spiel stand. Auf seifigem Boden und bei bestem Fritz-Walter-Wetter waren die Tugenden Kampf und Einsatz unabdingbar.

Da beide Mannschaften um jeden Ball kämpften, konnten in der ersten halben Stunde keinen nennenswerten Torchancen herausgespielt werden. Beide Teams neutralisierten sich größtenteils im Mittelfeld. Ab und an konnten Hüben wie Drüben letztlich harmlose Distanzschüsse abgegeben werden, die beide Keeper nicht vor größere Probleme stellten.

Ab der 30. Spielminute gelang es der SGE sich eine optische Überlegenheit zu erarbeiten. Das Spielgeschehen verlagerte sich mehr und mehr in Richtung des Gästegehäuses. Etwas überraschend aber zu diesem Zeitpunkt nicht unverdient, konnte Philipp Herrbruck in der 35. Spielminute eine überlegte Ablage von Gromala, aus knapp 20 Metern, zur 1:0 Führung in die Maschen hauen.

Im Anschluss plätscherte die Partie der Halbzeitpause entgegen, welche vom umsichtig agierenden Schiedsrichter Pflanz eingeleitet wurde.Nach dem Pausentee gestaltete sich die Partie weiterhin als sehr zäh und kampfbetont. Doch nun musste man mit ansehen, wie sich die SGE zunehmend den berühmten Schneid abkaufen lies. Haßloch unterband jeden Ansatz von spielerischen Elementen mit „englischer Härte“, wodurch sie der SGE zunehmend den Zahn zogen.

Folgerichtig konnten sich die Gäste den Ausgleich zum 1:1 in der 60. Spielminute erkämpfen. Eine eigentlich harmlose Szene, in welcher Herrbruck auf Manndecker Prenzel passt, dieser unglücklich seinen Gegenspieler anschießt und ein folgender Sonntagsschuss aus gut 20 Metern, ließ Keeper Alex Herbst keine Abwehrchance.

Obwohl sich Haßloch bis dato keine Torgelegenheit herausgespielt hatte, muss man den Ausgleichstreffer als verdient bezeichnen, da die SGE einfach einen zu wenig investierte.

Nach dem Ausgleich wurde der Versuch das Spiel zu ordnen, meist von zu hektischen Aktionen unterbunden, weshalb die Gäste nicht wirklich in Bedrängnis gebracht werden konnten. Die sich bietenden Standardmöglichkeiten, konnten wie bereits die ganze Runde schon, nicht erfolgreich abgeschlossen werden. Das muss besser werden!

Als sich in der 70. Spielmute ein Haßlocher wegen wiederholten Foulspiels die Ampelkarte abholte, keimte nochmals Hoffnung im SGE-Lager. Diese Hoffnung wurde jedoch jäh zerstört, als ein Abschlag von Keeper Herbst bei einem Haßlocher im Mittelfeld landete, der Gedankenschnell die Unordnung der Hintermannschaft ausnutzte und seinen völlig alleingelassenen Stürmer in Szene setzte, welcher cool zur 1:2 Führung abschloss. Eine sehr bittere Pille, welche die SGE in eine Art Schockzustand versetzten sollte.

In der anschließenden Schlussviertelstunde versuchte man noch einmal alles, Coach Baum mobilisierte mit Bakacak, Schreieck und sich selbst, alles an Offensivpersonal was zur Verfügung stand. Die starke Haßlocher Abwehr konnte jedoch nicht mehr nennenswert in Gefahr gebracht werden, weshalb man am Schluss als enttäuschter Verlierer vom Platz trotten musste.

Aufgrund der zweiten Halbzeit muss man den Haßlochern einen letztendlich verdienten Sieg attestieren, der die furiosen Wochen der SGE beendet hat.

(Bericht: Dominik Braun)